Der Karlsruher ist an sich ein freundlicher Mensch. Das heißt aber nicht, dass für ihn wirklich alles okay ist. Hier sind zehn Sätze, die du von einem richtigen Karlsruher sicherlich nie hören wirst.

„Stuttgart ist auch ganz schön.“

Sorry, aber selbst wenn es so wäre: Kein richtiger Karlsruher würde das zugeben.

Stuttgart, nein Danke.

Stuttgart, nein Danke.

„Lass uns heut Abend am Rhein spazieren.“

Karlsruhe ist zwar eine Stadt am Fluss, aber leider ist der Rhein ziemlich weit draußen. Im Sommer lohnt sich durchaus mal eine Fahrradtour, aber spontan abends an den Rhein setzen, so wie die Mainzer machen oder die Mannheimer am Neckar – das ist bei uns leider nicht drin, wenn man nicht noch eine längere Anreise einplant. Schade!

„Viertel vor“

Daran müssen sich Neu-Karlsruher erstmal gewöhnen. Kein Mensch sagt hier „Es ist viertel nach 3“. Nein, das heißt hier „Viertel 4“. Ebenso sagt niemand „Es ist viertel für 5“. Das heißt „Dreiviertel 5“. Ist doch ganz einfach, oder?

Eine schöne Uhr

„Ich liebe es, mit dem Auto durch Karlsruhe zu fahren!“

Sind wir ehrlich: Im Moment macht das keinen Spaß. Ständig neue Baustellen und Umleitungen. In ein paar Jahren wird das vielleicht ganz schön. Aber dann hätten wir ja gar nix mehr zu motzen. Ach doch: Wenn dich keine Baustelle ausbremst, dann mit Sicherheit ein Blitzer. Lächeln!

Die Südtangente

Die Südtangente: Selten so leer. (Bild: Rainer Lück)

„Geil, jeden Tag feiern gehen!“

Von Berliner Verhältnissen sind wir hier in Karlsruhe noch weit entfernt. Feiern geht hier unter der Woche niemand – könnte auch daran liegen, dass die Clubs geschlossen sind und nach Mitternacht keine Straßenbahnen mehr fahren. Frühestens am Donnerstagabend erwacht die Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf. Gott sei Dank!

„In dieser Stadt gibt es einfach zu viele Frauen!“

Jeder KIT-Student hat den abgedroschenen Spruch schon mal gehört: „Karohemd und Samenstau – Wir studiern Maschinenbau“. Und das kommt leider nicht von ungefähr. Es gibt tatsächlich deutlich mehr Männer als Frauen in unserer Stadt, wie du direkt hier nachlesen kannst.

„Es ist nicht schlimm, wenn mich jemand ‚Schwabe‘ nennt.“

Wer kennt das nicht? Man unterhält sich mit irgendwem nördlich von, sagen wir, Mannheim… und irgendwann fällt sicherlich das Wort „Schwabe“. Besonders schlimm ist das in Berlin, wo für die Leute alle südlich von Frankfurt „Schwaben“ sind und die dort noch nicht mal einen guten Ruf haben. Ätzend! Aber Gewalt ist keine Lösung.

„Badenser“

Ja, es liegt nahe. Aber richtige Karlsruher nennen sich eher nicht „Badenser“. Wenn schon, dann „Badener“. Manche fühlen sich fast schon beleidigt, wenn man sie Badenser nennt. Es gibt da zum Beispiel eine Geschichte aus dem Stuttgarter Landtag: Ein schwäbischer Abgeordneter wollte einfach nicht aufhören, Badenser zu sagen. Da hat ihm einfach ein Karlsruher Abgeordneter gedroht, ihn einfach künftig „Heilbronnser“ zu nennen (was sicherlich nicht nur zufällig wie „brunsen“=pinkeln klingt). Erledigt.

„Wenn ich guten Fußball sehen will, fahr‘ ich nach Stuttgart/Kaiserslautern/Hoffenheim.“

Ja, das versteht sich eigentlich von selbst. Ein Karlsruher fährt ganz sicher nicht nach Stuttgart. In Kaiserslautern mag zwar höherklassiger Fußball gespielt werden – dummerweise sitzen da aber die Erzfeinde der KSC-Fans. Und nach Hoffenheim fährt wohl auch eher keiner. Bleibt also der KSC – auch wenn der mit gutem Fußball oft gar nicht so viel zu tun hat.

„Meine Straßenbahn war pünktlich. Deshalb bin ich viel zu früh.“

Wenn du in Karlsruhe die Straßenbahn nutzen willst, lernst du hautnah kennen, was „Personalengpass“ bedeutet. Deshalb fallen nämlich immer mal wieder die Bahnen aus. Und wenn nicht gerade wieder irgendein Lappen „auf dem Gleiskörper“ parkt, dann ist mit Sicherheit viel Betrieb in der Kaiserstraße. Hach.

 

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Über den Autor

Hat das Karlsmag zusammen mit Jim-Bob gegründet. Immer auf der Suche nach dem perfekten Kaffee. Isst. Hält sich in Bars auf.