Im vergangenen Jahr sind so viele Deutsche mit Bus und Bahn gefahren wie noch nie, das hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet. Die Zahlen gehen seit Jahren immer weiter nach oben – nur in Karlsruhe offenbar nicht, berichtet KA News. Wir sind nicht wirklich überrascht.

1) Die Baustelle

Der Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße hätte schon lange fertig sein sollen – aber es dauert und dauert und dauert. Karlsruhe ist schon seit Jahren eine einzige Baustelle. Bis der Tunnel fertig ist und es auch wieder eine direkte Verbindung vom Marktplatz zum Bahnhof geben wird, fahren die Züge umständliche Umleitungen – wer will da schon gerne einsteigen?

2) Die Zuverlässigkeit

Vor allem die AVG hat ein massives Personalproblem: Sie findet keine Fahrer. Deshalb fallen regelmäßig Fahrten aus, auf einigen Linien wie der S5 ist das dauerhaft spürbar. Dazu kommen noch die üblichen Unfälle und Verspätungen. Das Ergebnis: Wer schnell von A nach B kommen will, stellt sich entweder deutlich früher an die Haltestelle, als er muss – oder er nimmt gleich das Auto oder lässt sich mitnehmen.

3) Das Angebot

Unter der Woche in Karlsruhe mal länger was trinken oder sogar feiern gehen? Wer nicht in der Innenstadt wohnt, sondern zum Beispiel in Daxlanden oder Durlach, der kann sich dann gleich noch mal Geld fürs Taxi zurücklegen. Denn einen richtigen Nachtverkehr gibt es nur am Wochenende. Für junge Leute nicht gerade attraktiv.

 

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4) Die Preise

Trotz Baustellenchaos, Fahrtausfällen und Umleitungen wird Bus- und Bahnfahren in Karlsruhe von Jahr zu Jahr teurer. Seit vergangenem Sommer gibt es zwar auch endlich einen Kurzstreckentarif – der lässt sich aber nur über die entsprechende App abrechnen. Für eine normale Fahrt in oder durch die Stadt werden pro Strecke 2,50 Euro fällig. Bock auf Umsteigen haben da die wenigsten.

5) Die Fahrtzeiten

In einer Baustellen-verseuchten Stadt wie Karlsruhe sollten doch eigentlich viele Autofahrer Lust bekommen, auf Bus und Bahn umzusteigen – bekommen sie aber nicht. Denn mit den meisten Straßenbahn- und S-Bahn-Linien gondeln wir ewig lang durch die komplette Innenstadt, wo sich die Züge meistens auch noch stauen. Busverbindungen gibt es in Karlsruhe nur sehr wenige. Solange es keine attraktiven und schnellen Verbindungen gibt, werden wohl auch weiterhin nur wenige Karlsruher umsteigen.

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Über den Autor

Hat das KARLSMAG zusammen mit Christopher gegründet. Als Vegetarier immer auf der Suche nach neuen Läden mit passender Karte - und nach den besten Instagram-Spots der Stadt.