Nach einem heißen Sommer sieht es jetzt so aus, als dürften wir uns auch auf einen traumhaften Spätsommer und einen goldenen Herbst freuen. Die Saison für tolle Outdoor-Programme ist also noch längst nicht beendet!

Dass Karlsruhe einige schöne Fleckchen hat, an denen es sich so richtig geil draußen chillen lässt, ist kein Geheimnis. Wäre es nicht genial, wenn du auch noch die Picknickdecke auspacken und ein paar mitgebrachte Leckereien futtern könntest? Leider ist Picknicken und vor allem Grillen nicht an jedem gemütlichen Plätzchen erlaubt. Wir haben die Stadt mal im wahrsten Sinne des Wortes für dich abgegrast und viele Ecken gefunden, an denen Picknickkörbe herzlich willkommen sind. 

Picknickregeln in Karlsruhe 

Grundsätzlich sind Picknicker in Karlsruhe auch an öffentlichen Orten ein gern gesehenes Völkchen. Vielerorts drückt die Stadt ein Auge zu, wenn die Picknickdecke ausgepackt wird. Voraussetzung dafür ist aber, dass sämtliche Abfälle nach dem Schmaus gründlich entsorgt werden.

Das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) weist Sonnenanbeter regelmäßig in Pressemitteilungen darauf hin, dass Abfall an öffentlichen Orten zu vermeiden und fachgerecht zu entsorgen ist. Bioabfälle wie Apfelschalen, Kuchenreste oder ähnliches sollten idealerweise in Zeitungspapier eingeschlagen und zu Hause im Biomüll oder auf dem Komposthaufen entsorgt werden. Das entlastet die Abfallentsorgung der Stadt und ist außerdem gut für die Umwelt. 

Auch von der Verwendung von Einweggeschirr raten die Abfallprofis ab. Es ist zwar praktisch, wenn Teller, Becher und Besteck nach dem Schmaus einfach im Müll verschwinden und nicht mehr gereinigt und wieder nach Hause geschleppt werden müssen, die Müllberge, die dadurch entstehen, sind aber alles andere als erfreulich.

Besser geeignet ist leicht zu reinigendes und unzerbrechliches Mehrweggeschirr aus Plastik. Diese praktischen Begleiter bringen nicht viel Gewicht auf die Waage und schonen auf Dauer sogar den Geldbeutel, denn die einmalige Anschaffung rentiert sich bereits nach wenigen Picknickausflügen. Als Trinkgefäß eignen sich Becher mit Deckel und Strohhalm besonders gut. Sie laufen auch beim Umkippen nicht sofort vollständig aus und der Deckel hält ungebetene Gäste wie Insekten fern. 

Wo darf die Picknickdecke liegen?

 

Eines kann man wohl mit Fug und Recht behaupten: Karlsruhe hat viele schöne Ecken, in denen es an Grünflächen nicht mangelt. Die Anlagen sind gut gepflegt und laden täglich hunderte von Besuchern zum Flanieren und Verweilen ein. Besonders beliebte Ausflugsziele sind zum Beispiel der Botanische Garten, der Fasanengarten, der Schlossgarten, der Zoologische Stadtgarten und der Nymphengarten. 

Wer hier auf den wunderschön arrangierten Grünflächen die Picknickdecke auspackt, sollte sich allerdings nicht wundern, wenn er einige finstere Blicke erntet. Picknick ist hier durchaus erlaubt, allerdings nur auf Bänken und anderen Sitzflächen. Die Grünflächen selber sollten möglichst unberührt bleiben. Eine Ausnahme bildet der Schlossplatz. Hier lassen sich vor allem junge Leute gerne auf Decken nieder und genießen das schöne Ambiente. 

Zum Glück gibt es aber auch noch viele andere Locations, an denen du dich ungeniert und ganz gechillt auf der Picknickdecke ausbreiten darfst. 

Das sind unsere Top-3-Locations für die Picknickdecke:

Die Günther-Klotz-Anlage 

Zwischen der Südweststadt und dem Grünwinkel gelegen, ist „die Klotze“ der perfekte Ort zum Chillen und Schmausen. Hier gibt es zahlreiche Grünflächen, die als Liegewiesen genutzt werden dürfen und auf denen natürlich auch die Picknickdecke ausgepackt werden darf. Besonders schön ist es am Ufer der Alb, die die Anlage durchfließt, oder in der Nähe eines der zahlreichen kleinen Seen, die echtes Urlaubsfeeling aufkommen lassen. Wer sich ein bisschen treiben lassen möchte, kann sich ein kleines Boot ausleihen und hinaus paddeln. Außerdem stehen ein großer Spielplatz und eine Basketballanlage zur Verfügung. 

Der Hardtwald

Den Hardtwald mögen wir als Picknicklocation deshalb so gerne, weil hier nicht nur die Picknickdecke sondern auch der Grill willkommen sind. Das Waldgebiet, das sich vom Schlossgarten aus in nördlicher Richtung bis nach Stutensee und in südlicher Richtung bis nach Ötigheim erstreckt, bietet viel Platz zum Chillen und Genießen. Hier liefert uralter Baumbestand reichlich Schatten, sanfte Blätterrauschen und für jeden ein abgeschiedenes Plätzchen. 

Wer zusätzlich zum Picknickkorb auch den Grill auspacken möchte, sollte sich direkt am Grillplatz Hardtwald ansiedeln. Wildes Grillen mitten im Wald ist aufgrund der hohen Brandgefahr nicht erlaubt. Entspannen und Schmausen dürft ihr im Hardtwald aber nahezu überall. 

Der Turmberg

Hier wird das Picknick besonders romantisch. Auf dem Turmberg ist ein Picknick in den Abendstunden ein echter Geheimtipp. Wenn die Sonne langsam untergeht, hat man von hier aus einen großartigen Blick über ganz Karlsruhe und die Rheinebene drumherum. Grünflächen sind hier zwar nicht allzu üppig gesät, allerdings kann man es sich mit mitgebrachten Kissen und Decken auf den Terrassenstufen auch so richtig gemütlich machen. 

Der Turmberg ist in Durlach: Ein Ausflug ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto möglich. Auch eine Fahrt auf der Turmbergbahn, Deutschlands ältester noch betriebenen Standseilbahn, ist ein Erlebnis. Wer sein Essen nicht so gerne auf den Berg schleppen möchte, darf sich auf ein hervorragendes Restaurant vor Ort freuen. Vom Restaurant Anders auf dem Turmberg aus lässt sich die Aussicht sogar beim Essen genießen. 

Was gehört in den Picknickkorb?

 

Dass die Abfallentsorgungsbetriebe von Wegwerfgeschirr abraten, ist inzwischen bekannt. Aber was darf denn nun auf dem neuen Picknickgeschirr serviert werden? Erlaubt ist natürlich, was schmeckt. Es gibt allerdings ein paar Snacks, die besonders gut für ein köstliches Picknick geeignet sind. Grundsätzlich ist natürlich Fingerfood Trumpf, denn wer möchte schon auf der Picknickdecke oder auf dem Schoß noch komplizierte Schnibbeleien hinlegen müssen?

Anregungen für leckere Picknicksnacks findest du zum Beispiel unter chefkoch.de. Besonders beliebt sind Gemüsesticks mit Dipp, Obstspieße und andere mundgerechte Häppchen. In der warmen Jahreszeit ist Wassermelone der absolute Hit auf jedem Picknick. Wer es herzhafter mag, sollte auf gekochte Eier, kleine Frikadellen und Minischnitzel nicht verzichten. Aber auch so mancher Gemüsestick lässt sich herzhaft frittieren und wird damit zu einem besonderen Gaumenschmaus.

Wer leidenschaftlich gerne picknickt und mit Vergnügen neues Fingerfood ausprobiert, kommt wahrscheinlich langfristig an der Anschaffung einer Fritteuse nicht vorbei. Besonders beliebt sind inzwischen Heißluftfritteusen, die ohne Fett frittieren und damit in wenigen Minuten köstliche und noch dazu gesunde Snacks für unterwegs zaubern. Manche Fritteusen haben sogar einen speziellen Snackaufsatz, der ideal für die Zubereitung von leckerem Fingerfood für den Picknickkorb geeignet ist. Einen Überblick über moderne Fritteusen und die Zubereitungsmöglichkeiten dieser kleinen Allrounder kannst du dir zum Beispiel hier verschaffen. 

Auch Süßspeisen wie Muffins, Brownies, Windbeutel und Co. sind beliebte Begleiter für ein Picknick. Allerdings gilt: Je süßer die Speise desto mehr ungebetene Gäste in Form von Insekten sind zu erwarten. Deshalb empfiehlt es sich, sämtliche Nahrungsmittel in verschließbaren Plastikdosen mitzubringen. Je weniger offene Speisen zu finden sind, desto geringer fällt die Wespenplage aus.

Wo ist der Grill willkommen?

Würstchen auf dem Grill

 

Picknickdecke und Picknickkorb sind die eine Sache, Grillen auf offenem Feuer aber wiederum eine ganz andere. Ein Grill kann ein ganz schönes Risiko mit sich bringen, vor allem in einem sehr heißen und trockenen Sommer. Auch die Entsorgung der Asche und der verbrauchte Grillkohlen bereitet den Abfallentsorgungsbetrieben große Bauchschmerzen, denn die oft noch sehr heißen Überreste eures leckeren Events dürfen keinesfalls einfach in öffentliche Mülleimer entsorgt werden. Viel zu groß ist die Gefahr, dass ein Schwelbrand entsteht oder die heiße Asche andere Schäden verursacht. 

Wenn ihr auf heiße Würstchen und ein kühles Bier nicht verzichten möchtet, sollte ihr lieber eine Location wählen, an der Grillen ausdrücklich erlaubt ist. 

Vier ausgewiesene öffentliche Grillplätze gibt es im Stadtgebiet, die auf Brutzler eingerichtet sind. 

  1. Der Grillplatz Hardtwald: Friedrichstaler Allee 1.
  2. Der Grillplatz Tiefentalsperre, der in der Nähe der Straßenbahnendstation Wolfartsweier liegt.
  3. Der Grillplatz Oberwaldsee: Holderweg 45.
  4. Der Grillplatz Rennwiesen: Ettlinger Allee 3. 

Und wohin mit der heißen Asche? Sämtliche Überreste des Grillfestes sollten nach Gebrauch vollständig gelöscht werden und Zeit haben, um auszukühlen. Anschließend können Grillasche, Holzkohle und Co. in speziell dafür bereitgestellten Abfallbehältern entsorgt werden, die die Abfallentsorgungsbetriebe regelmäßig entleeren. 

Ach ja, noch eine kleine Bitte des örtlichen Amtes für Abfallwirtschaft: Wenn möglich, lasst die vermeintlich praktischen Einweggrills im Laden. Sie bergen aufgrund der oft mangelhaften Verarbeitung ein hohes Risiko und verursachen außerdem bleibende Schäden an Grünflächen und anderen Stellplätzen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Grillmodellen sind Einweggrills nämlich so konzipiert, dass sie direkten Kontakt mit dem Boden haben und dadurch die darunterliegenden Grünflächen nachhaltig schädigen.

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